Dr. H.s Kritik am Kriminalroman

Dr. H

Um ehrlich zu sein, ich habe nie viel von Kriminalromanen gehalten und empfinde es als Zeitverschwendung sich damit zu befassen. Die Menschen hoffen, dass wenigstens die Polizei die Welt ordnen kann, das ich als lausige Hoffnung empfinde. Kriminalroman bestehen aus unverschämten Lügen und Märchen, sowie die Welt .

Es geht nur um das Geschäftsprinzip, um den Lesern Helden und ein Happy End zu liefern. Die Handlungen werden wie in einem Schachspiel aufgebaut und zum Schluss siegt die Gerechtigkeit, was im wahren natürlich nicht der Fall ist. Nur ein kleiner Teil der Handlungen entspricht der Wahrheit. Das macht mich wütend.

Unsere Gesetzte beruhen nur auf Wahrscheinlichkeit und Statistik. Die Schriftsteller kümmert das wenig, sich mit der Realität zu befassen. Ich könnte noch weitere Punkte, die gegen Kriminalromane sprechen, aufzählen. Jedoch habe ich noch viel zu tun.

Das ist Matthäi…

Die Hauptfigur im Kriminalroman „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt ist der Kriminalkommissar Matthäi. Im Laufe der Geschichte verändert sich Kommissar Matthäis Persönlichkeit sehr stark, das durch einem Wendepunkt in der Geschichte gezeigt wird.

Matthäi ist 50 Jahre alt und arbeitet erfolgreich als Kommissar bei der Kantonpolizei in Zürich. Bis zum Wendepunkt ist er ein gut gekleideter Mann, der sich immer förmlich und sachlich ausdrückt. Er hat keine Familie ausser seiner Schwester in Dänemark mit der er regelmäßigen Kontakt hat. Somit lebt er sehr zurückgezogen und ist ein Einzelgänger. Rauchen sowie Trinken sind nichts für ihn. ( Seite 14)

Matthäi ist ein ernster, unpersönlicher und humorloser Mensch, der nur für seine Arbeit lebt. Zudem ist er verhaßt, einsam sowie beziehungslos. Somit hat er nur wenige Freunde und ist unbeliebt. ( S. 14) Seine Arbeit verrichtet er sorgfältig und organisiert, bei der er auch oft Risikos eingeht. Als Mägendorf über den Hausierer richten wollten, sagte Matthäi, dass sie ihn unter einer Bedingung haben könnten: Gerechtigkeit. Mit diesen Worten ist er ein großes Risiko eingegangen. ( S. 32)

Matthäi

Nach dem Wendepunkt ändert sich sein äußerliches- sowie inneres Erscheinungsbild sehr stark (Kapitel 17) : Als er am Flughafen war und nach Jordanien fliegen wollte, kaufte er sich eine Zeitung in der er ein Bild von von Gunten und von sich sah. Im Artikel wurde von Gunten als Mörder von Gritli Moser bezeichnet und Kommissar Matthäi als Held dargestellt. Das gab Matthäi zu denken und als er Schulklassen sah wurde ihm klar, dass er den wahren Täter von Gritli Moser finden musste, damit nicht noch weitere Kinder ermordert werden. Er flog nicht nach Jordanien und wurde deswegen gekündigt.

Durch die Kündigung und mit der Tatsache zu leben, dass er das Versprechen gegenüber den Mosers nicht einhalten konnte, machte ihn wahnsinnig: Er wollte nur noch eins, den wahren Mörder von Gritli Moser finden und den Fall entgültig klären. Zudem hatte er Schuldgefühle wegen dem Selbstmord von von Gunten. Dadurch, dass er den wahren Mörder nicht finden konnte, fing er an zu rauchen, pflegte sich nicht mehr und wurde zum Alkoholiker. Er schottete sich komplett von der Außenwelt ab!

Lynchjustiz: Mägendorf will Gerechtigkeit!

Mägendorf. Am gestrigen Abend versammelten sich die Mägendorfer vor der Gaststätte „Zum Hirschen“. Sie wollten Gerechtigkeit für den Mord an Gritli M. . Am Mittag entdeckte der Hausierer, von G., die Kinderleiche im Wald. Laut Obduktionsbericht handelt es sich um ein Sexualverbrechen, bestätigte die Polizei.

Die Mägendorfer waren überzeugt, dass der Hausierer das Mädchen ermordert hat und wollten, dass die Polizei ihn frei gibt. Der Gemeindepräsident sowie die Polizei waren überfordert mit der Situation. Der Staatsanwalt, Burkhard, versuchte die Masse zu beruhigen, aber vergeblich. Die Polizei musste Verstärkung holen.

Als der Kriminalkommissar Matthäi sagte, dass die Polizei den Hausierer rausgeben würde, wurde es totenstill. Er sagte zu den Mägendorfern, dass sich das Recht genommen haben, das Gericht für den Hausierer selbst zu bilden. Er stellte eine Bedingung: Das Gericht müsse gerecht sein. Die Mägendorfer vermuteten den Hausierer, von G., als Mörder, weil er bereits vorbestraft gewesen ist.

Aufstand

Der Kriminalkommissar nahm den Bauern, Benz H. , hinzu. Seine Familie lebt in der nähe des Tatorts. Er behauptete, er habe nur den Hausierer im Zeitpunkt der Tat an seinem Haus vorbeigehen sehen, als er mit seiner Familie auf dem Feld arbeitete. Darauf meldten sich weitere Bauern, die ebenfalls zum Zeitpunkt des Mordes am Haus des Bauern vorbeigekommen sind.

Das wiederlegte, dass der Hausierer als Einziger am Haus des Bauern vorbeigekommen war. Die Worte des Kommissaren haben die Mägendorfer überzeugt und sie erlaubten den Hausierer ins Polizeirevier zu bringen, weil keine eindeutigen Beweise für ihn sprechen.

Von G. wurde ins Polizeirevier gebracht und in Mägendorf wurde es wieder ruhig.

Arkadius Kornatowski

Tagebucheintrag vom Tag des Versprechens

Die Todesnachricht

Liebes Tagebuch,

heute war ein ein grauenhafter Tag, bei dem meine polizeilichen Fähigkeiten stark auf die Probe gestellt wurden. Ich musste heute eine Todesnachricht an die Familie Moser überbringen.

Gritli, die Tochter der Mosers, wurde tot und misshandelt im Wald von Mägendorf aufgefunden. Der einzige Tatverdächtige ist ein Hausierer namens von Gunten, der die Leiche des Mädchens aufgefunden hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er der Mörder des Mädchens ist, aber alles spricht für ihn.

Als ich die Todesnachricht überbringen sollte, fühlte ich mich unwohl. Als Kommissar müsste es mir mittlerweile leichter fallen Todesnachrichten zu überbringen,  jedoch fällt es mir jedes mal aufs Neue schwer.

Als ich am Haus der Eltern stand, wusste ich nicht, wie ich den Eltern sagen sollte, dass ihre Tochter ermordet wurde. Der Vater kam mir entgegen und fragte mich, ob etwas mit seiner Tochter etwas geschehen sei. Ich war mir nicht sicher, ob ich antworten sollte, somit stellte ich ein paar Gegenfragen, um der unangenehmen Situation auszuweichen und das Gespräch zu verlängern.

Als der Vater jedoch viele konkrete Fragen stellte, sagte ich ihm, dass seine Tochter ermordet im Wald von Mägendorf aufgefunden wurde. Der Mann war schockiert und konnte es noch nicht realisieren. Ich dachte, dass er mit seinen Beil auf mich losgehen würde, aber er ging zu seiner Frau und umarmte sie. In diesem Augenblick wusste ich, dass ich diese Situation nie mehr vergessen würde.

Plötzlich fragte mich die Mutter, wer der Mörder sei. Daraufhin versprach ich ihnen den Mörder zufinden. Normalerweise dürfte ich solche Versprechen nicht geben, aber ich musste es sagen, um der Familie wenigstens ein bisschen Trost zu schenken. Ich wollte noch etwas Tröstliches zum Abschied sagen, aber mir fiel nichts ein, das passend wäre. Somit sprach ich mein Beileid aus und ging wieder zurück.

Plötzlich hörte ich einen Schrei, bei dem ich nicht wusste, ob es der Vater oder die Mutter des Mädchens war, das so weinte. In diesem Augenblick wusste ich, dass sie den Tod ihrer Tochter realisiert haben.

Ich wollte nur noch weg!

Matthäi

Meine Erwartungen

Ich erwarte von dem Kriminalroman „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt, dass der Roman spannend ist. Zudem würde ich mir wünschen, dass der Roman verständlich ist. Aus dem Vorspann konnte man entnehmen, dass in einem kleinen Ort in der nähe von Zürich, ein Verbrechen stattgefunden hat.

Das Versprechen

In einem Wald wurde die Leiche eines Mädchens gefunden, dass von einem unbekannten Verbrecher misshandelt wurde. Ich würde mir wünschen, dass der Kriminalkommissar den wahren Mörder des Mädchens findet und somit das Versprechen gegenüber den Eltern des Mädchens einhält, damit die Eltern wieder ein normales Leben führen können und keine weiteren Kinder misshandelt werden.

Arkadius Kornatowski